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EMG stellt unkompliziert rund 100 Top-Geräte für Distanzunterricht zur Verfügung

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 21. Januar 2021

Digitalisierung am EMG läuft
Digitaler Unterricht ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Obwohl Homeschooling längst zum Alltag in Bayern gehört, hakt es bei der Lernplattform Mebis nach den Weihnachtsferien gewaltig, dazu verfügen längst nicht alle Schulen über W-LAN oder können ihre Schüler, bei Bedarf, mit digitalen Endgeräten versorgen. Auf dem Ernst-Mach-Gymnasium ist die Lage anders, berichtet Schulleiterin Gabriele Langner: „Wir haben die Eltern gefragt, wer keine Laptops oder PC für sein Kind hat. Diese Spitze im zweistelligen Bereich konnten wir decken. Sonst nutzen Lehrer wie Schüler ihre Privatgeräte." Eine kleine Nachlieferung sei zugesichert, damit könne die Schule etwas über einhundert Geräte anbieten. Offenbar ausreichend, um die Teilnahme am Distanzunterricht der rund 1.150 Schüler sicher zu stellen: „Ich bin im engen Austausch mit dem Elternbeirat und habe noch keine Rückmeldung erhalten, dass Kinder am digitalen Unterricht nicht teilnehmen können."


Eins, das alles kann
Ein Schüler, der von dem kostenlosen Angebot profitiert, ist Pascal aus der Mittelstufe. „Die Schule informierte uns über das Angebot. Die Geräte sollen uns das Lernen im Distanzunterricht erleichtern und allgemein online für die Schule besser vorbereiten. Wir mussten lediglich einen Vertrag unterschreiben, falls beispielsweise etwas kaputt geht und wann wir es zurückgeben müssen." Die Vorteile liegen auf der Hand, lobt der 15-Jährige: „Ich kann damit gleichzeitig an Teams teilnehmen, mal eben auf Tabs wechseln, Blätter einscannen und ausfüllen, etwas schnell wegradieren oder digitale Schnellhefter anlegen. Außerdem kann ich es überall mitnehmen, damit habe ich direkt alle meine Schulsachen. Es ist nur ein Gerät – sozusagen „all in one", das ist wirklich praktisch."


Sensibles Hinschauen
Auch wenn Präsenzunterricht keinesfalls durch Unterricht via Bildschirm zu ersetzen sei, ist Gabriele Langer froh über die Möglichkeit. „Die Kinder sind sehr anpassungsfähig, aber sie vermissen ihre Kontakte. Im Kollegium wollen wir die Botschaft setzen: Je länger dieses „Nicht echte Sehen" dauert, desto wichtiger ist das virtuelle Klassenzimmer. Wir wollen nicht, dass irgendjemand auf Tauchstation geht." Wichtig sei den Schülern das Gefühl zu vermitteln, nicht alleine zu sein. „Die Kollegen achten sehr darauf, wie die Arbeiten erledigt werden oder wenn sich jemand nie zu den Sitzungen klickt. Es gilt ja die Schulpflicht, da nutzen wir auch die Jugendsozialarbeiter an der Schule, um in Telefongesprächen auszuloten, woran es liegt und zu unterstützen."


Wegweisend
Insgesamt aber habe sich die Situation zwischen allen Beteiligten „eingegroovt", so Langer: „Das Kultusministerium spricht von synchronen Unterricht, in der sich Schüler im Unterricht live sehen und einer asynchronen Phase. Aus unserer Sicht kann man die Schüler nicht von acht Uhr morgens bis nachmittags vor die „Glotze" setzen. Inzwischen klappt auch Mebis meist, die Schüler können zwischendrin Unterrichtsaufträge bearbeiten." Unterm Strich scheint die Digitalisierung auf dem EMG gut zu klappen. Pascal jedenfalls ist angetan von seinem Gerät, wie er betont: „Ich kann mir das richtig gut für die Zukunft vorstellen. Jeder Schüler hat es, kommt nur damit in die Schule und muss sonst nichts mehr mitschleppen außer vielleicht sein Pausenbrot. Auch meine Freunde, die das Gerät benutzen, sind total begeistert." In einem nächsten Schritt gehe es um die Ausstattung der Lehrer mit Dienstgeräten, meint Gabriele Langner: „Damit wir die Kompetenzen der Schüler weiter fördern und im sinnvollen Umgang mit der Technik schulen können."


Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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