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Ein Schulhof der freien Entfaltung

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 14. Oktober 2014

Ein Schulhof der freien Entfaltung

Endlich ist er fertig, der Naturerlebnisschulhof der Konradgrundschule

(Text/Fotos: ps) Harte Arbeit und jahrelange Vorbereitungszeit haben sich gelohnt. Der Traum vom Naturerlebnis-Schulhof wurde verwirklicht. Mit Barbara Stark hatte man damit eine kompetente Fachkraft im Boot, die den Pausenhof mit der richtigen Durchsetzungskraft umgesetzt hat. Geholfen haben ihr dabei über 300 Schüler, die Eltern, aber auch die Lehrer packten fleißig mit an. Neben Stark, der Leiterin des Projekts gibt es ein großes Netzwerk an Spezialkompetenzen. Darunter ist auch Bauleiter Martin Schröferl.

Auch Bürgermeisterin Gabriele Müller kam in den letzten Monaten regelmäßig vorbei, um sich den Baufortschritt zeigen zu lassen. Sie brachte den kleinen und großen Helfern auch mal eine Brotzeit vorbei.

Auch Herr Blank von der Bauabteilung im Rathaus war unersetzlich. Er kam zu dieser Aufgabe „wie die Jungfrau zum Kind" und durfte für die Gemeinde die Verantwortung an dem Projekt übernehmen.

Das aber der Pausenhof überhaupt entstanden ist, hat man dem ehemaligen Bürgermeister Helmut Dworzak zu verdanken. Die Idee hierzu kam aus seiner grünen Laune. Schulleitung Andrea Zran lud Barbara Stark und Michael von Ferrari als Regionalgruppe NBL ein, in die Schule zu kommen, um gemeinsam zu überlegen, wo man im Pausenhof etwas zum Blühen bringen könnte. Gemeinsam dachte man über eine Wildblumenwiese oder alternativ ein Kräuterbeet nach. Schnell stellte sich heraus, dass Frau Zran eher von einem ganzen naturnahen Schulhof träumte. Stark fing zu der Zeit gerade mit einer Fortbildung zum sogenannten „Naturgarten Profi" an und weil sie im Rahmen dieser Fortbildung auch eine Abschlussarbeit machen musste, kam sie auf die Idee, die Umgestaltung des Schulhofs als Abschlussprojekt zu nehmen. Diese wurde umgehend Herrn Dworzak vorgestellt.

So könnte man den Pausenhof auch „Größtes Kräuterbeet von Haar" nennen.

Inklusion ist für die gesamte Schulfamilie auch sehr wichtig. Der Pausenhof ist für alle da, ganz gleich ob es sich um gesunde Schüler oder Schüler mit Behinderung handelt.

Die Finanzen wurden letztendlich vom Gemeinderat freigegeben und um das Schiff am Samstag (11. Oktober) auf hohe See zu schicken, wurde bei jedem Wetter gearbeitet.

Die Schüler der Konradgrundschule bedankten sich mit einem musikalischen Beitrag der Percussion-AG und mit kleinen „Konni" Schokoladenkeksen.

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Für die Kinder ist ein Ort der freien Entfaltung entstanden; ein Ort, der Phasen der Entspannung und Erholung bietet, aber auch für kleine Abenteuer sorgt.

Mit diesem Pausenhof ist all das umgesetzt worden, was sich die Schüler gewünscht haben.

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Es ist ein Pausenhof, in dem man die Natur erleben kann. Neben zahlreichen Spielmöglichkeiten gibt es auch viele Pflanzen, in denen sich vielleicht sogar Tiere ansiedeln werden.

Für die Kleinen bieten sich viele Möglichkeiten zum Verstecken, Toben, Balancieren und Ausruhen. Außerdem kann der Pausenhof auch Teil des Unterrichts werden.

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Gemeinschaftlich, mit den Schülern, wurde entschieden, ob es ein Klettergerüst, ein kleiner Teich, ein Tunnel oder Mosaike geben soll. Jede Klasse hat zu Beginn ein Modell gestaltet, das mit Barbara Stark persönlich besprochen wurde.

Der Schulhof ist schon längst in den Herzen der Kinder, aber auch in denen der Eltern ist er schon fest verankert.

Pünktlich zur offiziellen Einweihung, zu der auch Schulrat Alfred Bauernfeind erschien, gibt es die neue Schülerzeitung „Konni-Kurier".

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Eines der Highlights um den Traumschulhof war der Sponsorenlauf, bei dem sich die Schüler Sponsoren suchten, die für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag spendeten. Insgesamt kam eine Summe von rund 15.000 Euro zusammen.

Der Förderverein, vertreten durch Ilka Unglauben und Sabine Reske, übergaben einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an Bürgermeisterin Gabriele Müller.

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Für Projektleiterin Barbara Stark war von vornherein klar, dass die Kinder im Fokus stehen und die Ideen von den Kindern kommen sollen. Die Schüler sind diejenigen, die immer mehr Zeit in der Schule verbringen und nicht mehr die Möglichkeit haben (wie die älteren Generationen), am Nachmittag z. B. auf Brachflächen, in Wäldern und an Bachläufen zu spielen, um damit ihre Motorik und ihre Sozialkompetenz zu stärken. Wenn sie nicht mehr in die Natur gehen können, muss die Natur eben in die Schule kommen.

Mit diesen Worten und einer weiteren Einlage von Schülern der Percussion-AG war der Schulhof offiziell eröffnet. Für den restlichen Tag standen die Kinder im Vordergrund. Zahlreiche Interessierte Haarer Bürger und Gemeinderäte kamen, um den kleinen Abenteurern beim Spielen zuzuschauen. Es war fantastisch, den Kleinen zuzuschauen, wie sie trotz des ganzen Rummels im Spiel abgetaucht sind und ihrer Fantasie beim Spielen freien Lauf gelassen haben.

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Der Bau des Schulhofes wurde in einer Dokumentation mit vielen Bildern und Videos festgehalten und in der Schulaula ausgestellt. Interessierte Besucher konnten diese Ausstellung am Samstag besuchen.

 

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