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Das EMG ist eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 10. Oktober 2014

Das EMG ist eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" -

Dr. Anton Hofreiter ehrt das Gymnasium

(Text/Fotos: ps) Am 2. Oktober wurde das Ernst-Mach-Gymnasium im feierlichen Rahmen der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" verliehen. Mit MdB und Fraktionssprecher im Bundestag Dr. Anton Hofreiter hat die Schule einen prominenten Paten und Unterstützer für dieses Projekt gefunden.

„Ich habe einen Freund" hieß dann auch das Lied, mit dem Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse selbstbewusst und gekonnt den Festakt eröffneten, obwohl sie erst seit 16 Tagen gymnasiale Luft schnuppern.

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Der stellvertretende Schulleiter Leonhard Baur durfte neben Dr. Anton Hofreiter auch die Haarer Bürgermeisterin Gabriele Müller, 2. Bürgermeisterin Katharina Dworzak, sowie mehrere Gemeinderäte und zahlreiche Gäste aus der Schüler- und Elternschaft begrüßen.

In seiner Rede wies Baur auf die zahlreichen Aktivitäten und Projekte hin, die dem Haarer Gymnasium bereits seit 2008 jährlich den Status einer „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" ermöglichen. Die neue Auszeichnung, „auf die die gesamte Schulfamilie sehr stolz ist", ergänzt die vorhandenen Bemühungen um Nachhaltigkeit und Vielfalt in hervorragender Weise, da auch sie darauf setzt, die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte und Eltern zu befähigen, auf die zahlreichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zukunftsfähige Antworten zu finden.

Der besondere Dank des stellvertretenden Schulleiters ging daher auch an den Wahlkurs Mediation mit der Kursleiterin Juliane Bernhardt, der die Idee initiierte und Schüler- und Lehrerschaft von der Wichtigkeit der Umsetzung überzeugte.

Den Abschluss der Begrüßung gestalteten 11 Schüler, die die Gäste in ihren unterschiedlichen Muttersprachen – von chinesisch bis ukrainisch – willkommen hießen.

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In seiner anschließenden Rede machte Andreas Gebhardt als langjähriger und erfahrener Teilnehmer am Wahlkurs Mediation klar, dass im täglichen Umgang der Schüler untereinander viel zu viele diskriminierende und rassistische Äußerungen, z. B. durch den Gebrauch einschlägiger Schimpfwörter, gemacht werden. Er empfahl seinen Mitschülern sich selbst in die Rolle der Betroffenen zu versetzen, um dadurch die Einsicht zu fördern, wie sinnvoll und notwendig die Orientierung an der „Goldenen Regel" ist. Eine Regel übrigens, die – wie Gebhardt betonte – in allen Weltreligionen verankert ist. Er belegte das mit Zitaten aus der Bibel und dem Koran; diese Quellen nutze er auch, um die Bedeutung der Toleranz als einen besonders zu achtenden Wert in einer „Schule ohne Rassismus" hervorzuheben. Mit Dankesworten wandte sich Gebhardt an den Paten Dr. Anton Hofreiter: „Als Umweltschule den Bundessprecher der Grünen als Paten zu gewinnen, das ist der „Mount Everest"!"

Ein ebenso humorvolles wie ernsthaftes Kabarettstück der Lehrkräfte Christl und Edwin Busl, die gefühlvoll von 2 jungen Damen aus der 10. Klasse vorgetragene Ballade „Make You Feel My Love" und die Vorstellung von Aktivitäten des P-Seminars „Soziale Verantwortung" stellten weitere Beiträge der Schule an diesem kurzweiligen, informativen und unterhaltsamen Abend dar.

Dr. Anton Hofreiter betonte in seiner „Patenschafts"-Rede die prägende Wirkung der Schule auf Schülerinnen und Schüler. In dem Lebens- und Lernraum Schule, an dem Kinder und Jugendliche viel Zeit verbringen, müssen aus der Sicht Hofreiters jene Werte in den Vordergrund treten, die auch für das Funktionieren des demokratischen Gemeinwesens unverzichtbar sind. So kann die Schule einen wertvollen Beitrag für ein gewaltfreies und diskriminierungsfreies Miteinander leisten. Hofreiter betonte, dass es nicht selbstverständlich ist, in einer Demokratie zu leben und die Voraussetzungen dafür stets neu geschaffen werden müssen, z. B. durch die Art und Weise, wie mit der Vielfalt und dem Pluralismus in einer Demokratie umgegangen wird.

Gemeinsam mit dem regionalen Koordinator der Auszeichnung, Michael Schneider-König vom Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, überreichte Hofreiter dem Ernst-Mach-Gymnasium die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte des Haarer Gymnasiums mit dies der Auftrag, dass in der täglichen Schulpraxis jeder einzelne als gleichwertiger Teil der Schulgemeinschaft anerkannt und behandelt wird.

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