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Spendenlauf für Ilembula

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 12. Juli 2014

Spendenlauf für Ilembula

Besuch aus Ilembula zum gemeinsamen Kennenlernen

(Text/Fotos: ps) Vor 6 Jahren, als die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Entwicklungszusammenarbeit in der 5. Klasse waren, fing alles an. Damals nahmen die Schülerinnen und Schüler als Fünftklässler am ersten großen Spendenlauf teil. Durch diesen enormen Erfolg ist damals der Startschuss für die Partnerschaft mit Ilembula gefallen. Bis heute konnte die Gemeinschaftsaktion in Erinnerung gehalten werden. Vor allem sind es aber Erlebnisse aus der Schulzeit, die man gerne im Gedächtnis behält.

Am 11. Juli, genau 6 Jahre später, wurde erneut zu einem Spendenlauf aufgerufen. Alle Fünft- und Sechstklässler hatten ca. 30 Minuten lang Zeit auf dem Sportplatz der Schule so viele Runden zu laufen, wie es ihnen möglich ist. Wichtig war nur, dass die Jugendlichen liefen. Wie viele Runden es sind, spielte überhaupt keine Rolle, es zählt das Gefühl, sich als Gemeinschaft für andere zu engagieren.

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Im Vorfeld suchten sich die Gymnasiasten Sponsoren, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spendeten, der in Zusammenarbeit mit der Jesuskirche in Haar zum Bau von Lehmöfen in Ilembula verwendet wird. Angefeuert wurden die Läuferinnen und Läufer von ihren Mitschülern, Lehrern, Eltern und den Schülerinnen und Schülern aus der Jagdfeldgrundschule, die am Zaun standen.

Die Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen erliefen bei angenehmen Temperaturen 7.275 € für den Bau von Lehmöfen in Ilembula.

Am 3. Juli kam Herr Bryceson Mbilinyi, der Ansprechpartner der Jesuskirche, aus Ilembula für eine Woche zu Besuch nach Haar um die Jugendlichen kennenzulernen. Begrüßt wurde der Ehrengast in seiner Stammessprache mit den Worten „Kamwene", was so viel wie „Willkommen" bedeutet.

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Zum gemeinsamen Kennenlernen stellten die EMG-Schüler viele Fragen. Neben Fragen zur Schulbildung in Ilembula und zum tansanischen Schulsystem wollten die Jugendlichen auch wissen ob er Kinder hat und was es in Ilembula für die Kinder an Freizeitmöglichkeiten gibt. Seit 1991 war Herr Mbilinyi im Krankenhaus als Aidsberater tätig und ist nun dessen Verwaltungsdirektor. Die ersten Selbsthilfegruppen lernte er im Jahr 2003 bei einem Aufenthalt in Deutschland kennen. Daraufhin gründete er in Ilembula die erste Selbsthilfegruppe der HIV-Infizierten (15% der Bevölkerung aus Ilembula und Umgebung sind infiziert). Die Gruppe wurde zum gemeinsamen Austausch und für die öffentliche Aufklärungs- und Präventionsarbeit gegründet. Mittlerweile gibt es in den unterschiedlichen Dörfern 9 verschiedene Gruppen. In der Vergangenheit wurde am EMG auch schon Geld für den Bau eines Beratungszentrums für diese Gruppen gesammelt. Mittlerweile geht die Rate der Infizierten in Tansania zurück.

Zum Abschluss des gemeinsamen Beisammenseins hatte er für die Schülerinnen und Schüler aus dem P-Seminar noch ein kleines Geschenk als Dankeschön für die Patenschaft – ein auf Stoff gemaltes Tierbild – mitgebracht.

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Tansanias Bevölkerung besteht aus 120 Stämmen. In jedem Stamm wird eine eigene Sprache gesprochen.

Die Lehmöfen sind für die Schulen in Ilembula extrem wichtig. Sie dienen der Gesundheit der Menschen und für die Umwelt (Rauchschutz und geringerer Holzverbrauch). Bisher wird in den tansanischen Häusern und Schulen auf drei Steinen gekocht.

 

 

 

 

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