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Ronja Räubertochter kommt nach Haar

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 07. Juli 2014

Ronja Räubertochter kommt nach Haar

40 Schülerinnen und Schüler verzauberten das Publikum nach dem Astrid Lindgren Klassiker

(Text/Fotos: ps) Wer kennt sie nicht, die Räubertochter, die keine Lust zum rauben hat? Richtig, Ronja Räubertochter, ein Kinderbuch von der schwedischen Autorin Astrid Lindgren, dass 1981 erschienen ist und sich mittlerweile zu einem Welterfolg etabliert hat.

Drei Jahre später wurde das Buch sehr erfolgreich für das Kino verfilmt. Im Fernsehen wurde die Geschichte auch als Miniserie ausgestrahlt.

1994 feierte Axel Bergstedt mit seiner Musical-Komposition der liebevollen Räubergeschichte Premiere. Inzwischen arbeitet auch ein japanischer Fernsehsender an der Produktion einer Anime-Umsetzung, wie im Januar diesen Jahres bekannt gegeben wurde. Sendetermin der Verfilmung wird wohl voraussichtlich im Herbst 2014 sein.

Was für die Kinoleinwand, die Musicalbühne und fürs Fernsehen möglich ist, dass geht auch auf der Theaterbühne, wie sich die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe des Ernst-Mach-Gymnasiums dachten. So machten sie sich an die Arbeit. Sie studierten die Geschichte ein, ließen sich ein tolles Bühnenbild einfallen und mit einer tollen neuen musikalischen Untermalung ist daraus ein großartiges Theaterstück geworden, dass sie am 2. und 3. Juli in der Aula ihrer Schule aufführten.

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Toll zu sehen ist auch, dass man so originalgetreu an der Film- / Buchvorlage geblieben ist. Die Performance der Kleinen sorgte für große Begeisterung. Sie präsentierten sich in allen Stimmlagen. Ob es zu Beginn war, als sie den Zuschauern Wutausdrücke entgegenwarfen oder bei den Szenen als sich Ronja und Birk im Wald gestritten haben. Besinnlich wurde es bei den musikalischen Stücken, wie dem „Wolfslied".

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Gut gewählt war auch der Zeitpunkt der Erholungspause, nämlich am spannendsten Punkt als Birk von Mattis gefangen genommen wurde. In der Pause verkauften die Schülerinnen und Schüler vom P-Seminar „Soziale Verantwortung in Schule und Gesellschaft" kleine Snacks und Getränke. Der Erlös aus dem Pausenverkauf geht einem Kindererlebnistag mit Waisenkindern zugute.

Nach der Pause ging es genauso spannend weiter, wie es aufgehört hat und wer die Geschichte schon kannte, wird sicherlich sehnlichst auf den Punkt gewartet haben, als Ronja über den Höllenschlund in die Arme von Borka sprang.

Anzumerken ist auch, dass vereinzelte Theaterschüler aus den 5. Klassen an dem Abend zum ersten Mal auf der Bühne standen, während es für die Jugendlichen aus den 7. Klassen wohl schon das dritte Mal war.

Die Musikstücke, die von einer Schülerin mit Gitarre begleitet wurden, sind freigewählte Stücke. So auch das „Wolfslied", dass der Theatergruppe von Christa Gittner, einer befreundeten Kindertheater-Leiterin, bereitgestellt wurde.

Die Ton- und Lichttechnik wurde von den Schülern genauso übernommen, wie das Bühnenbild, dass in Eigenregie entstanden ist. Regie bei dem Stück führte Anna von Lerchenhorst, die Leiterin der Unterstufen-Theatergruppe, die den Schülern das ganze Jahr über mit Rat und Tat zur Seite stand und sie unterstützte.

Spaß beim Schauspielern hatten sie alle und dafür mussten sie viel Zeit aufbringen. Seit Beginn des Schuljahres haben sie einmal in der Woche geprobt und je näher die Aufführung rückte, je mehr Zeit verbrachte man bei den Proben, damit nichts schief läuft. Das ist es nicht. Es hat alles ganz wunderbar geklappt und von Nervosität war bei den Nachwuchsschauspielern auch nichts zu spüren. Sie standen auf der Bühne, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Besonders die Eltern waren von dem Talent ihrer Sprösslinge begeistert, aber auch Klassenkameraden und Freunde waren gekommen, um sie bei ihrem großen Auftritt zu unterstützen.

Wer die weltbekannte Kindergeschichte kennt, weiß das es sich dabei um Ronja handelt, die die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis und seiner Frau Lovis ist. Sie wächst auf der Mattisburg im Mattiswald zusammen mit ihren Eltern und deren Räuberbande auf. Bis sie eines Tages Birk Borkasohn, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka und dessen Frau Undis kennenlernt. Die Borkaräuber, so nennt sich deren Bande, hat sich in einem Gebäudeteil der Mattisburg niedergelassen. Der Teil, der am Tag von Ronjas Geburt durch einen Blitzeinschlag vom Hauptbau getrennt wurde. Dieser Teil wird als Borkafeste bezeichnet. Immer wieder helfen sich die beiden in brenzligen Situationen. So dauert es auch nicht lange, bis sie zu besten Freunden werden. Sehr zum Ärger ihrer verfeindeten Eltern, die sich gegen die tiefe Freundschaft der Kinder stellen.

Der Konflikt zwischen den beiden Sippen eskaliert an dem Tag, an dem Mattis Birk gefangen nimmt und Ronja sich deshalb freiwillig in die Hände von Borka begibt. Gemeinsam ziehen Ronja und Birk nun in die Bärenhöhle im Wald.

Auch wenn Mattis die Sehnsucht nach seiner Tochter nicht zugibt. Schließlich bringt ihn die Sehnsucht dazu, mit Borka in Dialog zu treten, um den Konflikt zu lösen. Den Wunsch ihrer Väter, dem Räuberhandwerk treu zu bleiben, schlagen sowohl Ronja, als auch Birk ab. So entscheiden sie sich letztendlich gegen diesen Lebensweg. Sie wehren sich so vehement gegen das Stehlen, bis ihre Räuberfamilien das akzeptieren und sie trotzdem weiter in ihren Reihen behalten...

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Für Anna von Lerchenhorst war von Anfang an klar, dass sie allen Mitgliedern der Unterstufen-Theatergruppe eine Rolle geben möchte. So fiel die Entscheidung bei der Auswahl des Stückes auch nicht all zu schwer. Die Schülerinnen und Schüler durften nach den ersten Proben ihre Wünsche über die Besetzung äußern. Anna von Lerchenhorst, die als Theaterleiterin die Regie von dem Stück übernommen hat, verteilte die Rollen möglichst wunschgemäß. Es musste niemand einen Charakter spielen, der ihm nicht gefiel.

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