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Frühjahr-Sommerkurse der vhs Haar unter dem Leitspruch „Lebenswelten“

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 19. Februar 2021

Hybrides Lernen inzwischen selbstverständlich
Boarisch-Yoga, Balance-Training mit dem Trampolin, Schlagfertigkeit to go für Frauen, Wurzelkunst, virtuelle Sprach- und Entdeckungsreisen nach Venezuela, Kalligraphie, Repair-Café, 1700 Jahre Judentum in Deutschland, Altersvorsorge, Finnisch – mit 731 Kursangeboten ist die Bandbreite des Programms an der VHS für das kommende Frühjahrs-und Sommersemester riesig. Ganz offenkundig kann eine Pandemie den Wissensdrang und das Interesse an Weiterbildung bei den Haarern nicht aufhalten: „60 Prozent unserer Kundschaft haben uns im Wintersemester besucht", blickt Lourdes María Ros des Andrés, Geschäftsführerin der vhs Haar, auf ein Jahr unter schwierigen Bedingungen zufrieden zurück. „Einerseits war es anstrengend, gleichzeitig war durchgehend ein „Pack mas an und machen es so gut wie möglich!" zu spüren." Zwar sei das „tolle Hygienekonzept" für alle Beteiligten herausfordernd, habe aber perfekt funktioniert, so Lourdes María Ros des Andrés: „Man ist überrascht, wie schnell man das Leben anders gestalten kann. Bei uns hat sich niemand angesteckt."
Große Wertschätzung
Inzwischen kann die VHS mit 40 Prozent ihrer Angebote online aufwarten. „Wir haben uns technisch aufgestellt. Wir können es und sind in der Lage", macht Gabriele Müller, erste Vorsitzende der Volkshochschule Haar, deutlich. Wie wichtig die Volkshochschule in der Gemeinde ist, belegen die Teilnehmerzahlen: „Wir hatten schon vor der eigentlichen Anmeldung 1700 Rückmeldungen, die direkt mit Kursen weitermachen wollen", berichtet Öffentlichkeitsreferentin Andrea Stadlmair. „Den Stellenwert unserer Einrichtung haben wir gemerkt, als uns viele Kursteilnehmer die Gebühren gespendet haben. Dafür sind wir sehr dankbar", betont Lourdes María Ros des Andrés. Dadurch und durch Unterstützung der Gemeinde, des Freistaats und des Bundes, stimme der Haushalt der vhs.


Im Fokus
Themen rund um 1700 Jahre Judentum in Deutschland, bilden einen Schwerpunkt in den kommenden Angeboten. Weiter im Blickpunkt bleiben Frauen, die sich zwischen Homeschooling und Homeoffice wegen drohender Arbeitslosigkeit neu orientieren müssen. „Auch die Lebenswelten unserer Schüler sind uns sehr wichtig, wir sind mit unseren Ganztagsangeboten sofort online gegangen und erreichen sie, so wie es uns möglich ist, über Teams, das Telefon oder Facetime", sagt Lourdes María Ros des Andrés. Trotz Corona verzeichnen die Integrationskurse einen Zuwachs, berichtet Tímea Gőghová, zuständig für Deutsch als Fremdsprache und Integration: „Vor Corona hatten wir sechs Kurse, mittlerweile acht Online. Die Teilnehmer haben die anfänglichen Schwierigkeiten bewältigt." Kleine Schritte zurück zur Normalität zeichnen sich zudem ab: „Zwei Präsenskurse sind wieder möglich. Schon nächste Woche starten wir, es gibt noch Plätze, es können wieder Prüfungen stattfinden, bis Ende des Semesters sollen es 14 sein."


Anpassungsfähig und offen
Die VHS zeigt sich flexibel und wechselt unkompliziert zwischen Präsenz- und Hybridkurse, bindet die Vorteile, die die virtuelle Technik bietet, in Konzepte ein, wie im Gesundheitsbereich, erzählt Roswitha de Souza: „Im Semester hat sich in einem Präsenzkurs herausgestellt, dass viele, doch lieber einen Hybridkurs wollten. Jetzt bieten wir beides an. Wir sind vor Ort in der Halle, gleichzeitig können sich die Teilnehmer virtuell dazu schalten." Auch der Bereich Fremdsprachen will mit einem neuen Format punkten. Auf virtuellen Reisen durch spanisch-sprachige Länder, sollen die Teilnehmer die Herkunftsländer ihrer Dozentinnen entdecken. „So können sie die Sprache lernen und erweitern", erläutert Diana Corredor-Düwel. Ebenso online, können Interessenten die Vortagsreihe aus dem Bereich Gesellschaft verfolgen, wenn das Infektionsgeschehen keine Präsenzveranstaltungen zulässt: „Wir konnten anerkannte Experten von renommierten Instituten wie das Max-Planck-Institut, die Deutsche Akademie für Technik und Wissenschaft, gewinnen, wie beispielsweise den bekannten Professor Hans-Werner Sinn vom ifo Institut für Wirtschaftforschung," freut sich Bereichsleiter Andreas Tontsch.


Für alle Kurse gilt: Die Abbuchungen finden erst dann statt, wenn die Kurse wirklich stattgefunden haben und auch nur für die Termine, die möglich waren.


Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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