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Quarantäne ist aufgehoben: der Asiatische Laubholzbockkäfer ist verschwunden

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 19. Februar 2021

Er ist endlich weg, der asiatische Laubholzbockkäfer, bestätigt Umweltreferent Andreas Nemetz: „Die Quarantäne wurde vor ein paar Wochen aufgehoben und damit ist das Thema jetzt hoffentlich langfristig vom Tisch", oder vom Baum, wenn man so will. „2012 wurde der Käfer entdeckt, wahrscheinlich ist er im Larvenstadium mit Palettenholz eingereist. Die Larven wurden an verschiedenen Punkten entdeckt, nie der Käfer." Unangenehmerweise macht sich das Krabbeltier aus Fernost nicht nur über bereits erkrankte, sondern besonders gerne über gesunde Laubbäume wie Birke, Ahorn, Rosskastanie oder Weide her. Damit zählt international zu den bedrohlichsten Schädlingen: „Das Problem ist, dass die Käfer ihre Larven in den Bäumen haben und die dort alles fressen. Die Bäume gehen recht schnell kaputt, weil sie die dann riesigen Löcher haben", erklärt Nemetz. „Die Larven bleiben im Baum bis sie sich verpuppen. Als Käfer fliegen sie weiter, es entsteht ein Schneeballeffekt." Glücklicherweise dauert der Flug der zwei bis vier Zentimeter großen und trägen Käfer nicht allzu lang, das betroffene Gebiet ist dadurch gut eingrenzbar. DSC02057

Umweltreferent Andreas Nemetz hält den asiatischen Laubholzbockkäfer in seiner Hand

Langer Kampf
Mehr als sieben Jahre verordnet das Landesamt für Landwirtschaft (LfL) einen Quarantänebereich von mehr als dreitausend Hektar, darunter 74 Hektar Waldflächen, um Feldkirchen. „Damals wurde in einem bestimmten Umkreis, alles, was von einem potentiellen Befall bedroht hätte sein können, gerodet, klein gehäckselt und verbrannt", beschreibt Nemetz die Vorgehensweise, um den Schädling zu bekämpfen. „Wir haben auch unseren pathogenen Spürhund „Jackson" eingesetzt. Er wurde mit europäischen Fördergeldern speziell darauf trainiert, den Käfer zu schnüffeln. Unsere Baumkontrolleurin, Andrea Linzmaier, hat mit ihm die Bäume immer wieder begutachtet."


Freigabe
Ein Gebiet gilt als schädlingsfrei, wenn sich innerhalb der Sperrzeit von vier Jahren, kein weiteres Tier findet, ansonsten steht das Gebiet weiter unter Quarantäne. Nach der Verlängerung 2016, gilt der asiatische Laubholzbockkäfer inzwischen als erfolgreich bekämpft, so Andreas Nemetz: „Man geht davon aus, dass vier Jahre bei der Engmaschigkeit der Kontrollen sicherlich neue abgestorbene Bäume gefunden hätte."


Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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