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Saisonabschluss in Salmdorf

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 03. Oktober 2016

Mit dem 41. Internationaler Oktoberfestpokal beendete der Modellbau Club München e.V. (MCM) auch die diesjährige Weltcup-Saison

Die Austragung im Rahmen der World Cup-Serie 2016 startete unter optimalen Bedingungen. Vom 23. bis zum 25. September beschlossen die Modellsegelflug-Piloten der Klasse F3B mit dem Oktoberfestpokal auf dem Flugplatz in Salmdorf ihre Saison.

 

Und die Saison endete für die Deutschen sehr positiv. Aus den Reihen des MCM kam Jens Buchert, der bis zu diesem Wettbewerb in Salmdorf die Rangliste noch anführte, im Gesamt-Weltcup auf den zweiten Platz und wurde nur von Martin Herrig noch im letzten Rennen eingeholt. Mit Platz drei für Andreas Herrig, Segelflieger beim MCM, war das insgesamt eine erfolgreiche Saison für den MCM sowie für die deutschen Segelflieger.

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Kurz vor dem Start stellten sich die Segelflugpiloten der Klasse F3B in Position beim 41. Internationalen Oktoberfestpokal in Salmdorf, der vom MCM Modellbau Club München e.V. jährlich ausgetragen wird.

Selbst aus Chile waren vier Teilnehmer an diesem wunderbaren September-Sonnen-Wochenende zur letzten Weltcup-Austragung dabei. Sie hatten die weiteste Anreise und kamen zum ersten Mal für den Oktoberfest-Pokal nach Salmdorf. Pech war ihnen jedoch beschieden, denn gleich zwei Flugzeuge eines Teamkollegen gingen zu Bruch. Gott sei Dank konnte er sich einen dritten Flieger auf dem Gelände von einem Kollegen kaufen. Das ist die andere Seite des Weltcups – eine internationale Börse von An- und Verkauf für die Flugbegeisterten. Glück im Unglück.Oktoberfestpokal bild 4

Zum ersten Mal bei der Austragung des Oktoberfestpokals in Salmdorf: die Segelflieger der Klasse F3B aus Chile: Rodrigo Alvarez, Andres Cordova, Christian und Gonzalo Simon (v.l.n.r.).

Glück hatten dieses Jahr auch die Veranstalter. Drei Tage lang schönstes sommerliches Herbstwetter, mit strahlendem Sonnenschein, sehr angenehmen Temperaturen und einem guten Wind. »Wir haben drei hervorragende Flugtage gehabt«, so Armin Hortzitz von der Wettkampfleitung, »dank der thermischen Bedingungen mit Sonne und Windrichtungswechsel.« Die Richtung wechselte der Wind wirklich oft, doch das war eine willkommene Herausforderung für die Segelflieger der Klasse F3B, die sich dem gern stellten.

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Auf dem Flugplatz in Salmdorf war vorsorglich die Startreihe mit den Seilzügen zum Start der Segelflieger in beiden Richtungen aufgebaut worden und der Raum dazwischen diente den Piloten als Platz zum Vorbereiten, Nachbereiten, Austausch untereinander und Warten. Hinter der Absperrung zur Flugbahn waren die Zelte der Teams aufgebaut. Die internationale Besetzung des Teilnehmerfelds spiegelte den Stellenwert wider, den der Oktoberfestpokal in Salmdorf international innehat. Die Wettkämpfer kamen aus USA, aus Russland, Tschechei, Österreich, Schweiz, Italien, Belgien, Niederlande, Frankreich, Spanien und Portugal.

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Schon die Jungen im MCM Modellbau Club München e.V. trugen mit ihrem Engagement zum reibungslosen Ablauf des 41. Internationalen Oktoberfestpokals in Salmdorf bei.

Der Wettkampf wurde in drei Disziplinen geflogen, die Moderator Martin Wetterschock den Zuschauern ausführlich erklärte: Zeit, Schnelligkeit und Strecke. Beim Zeitflug geht es darum, dass das Segelflugzeug 10 Minuten in der Luft bleiben muss und dann in einem vorgegebenen Areal eine Ziellandung hinlegen muss. Kein einfaches Unterfangen bei plötzlich auftretenden thermischen Veränderungen und Winden. Beim Geschwindigkeitsflug erreicht der Schnellste die höchste Punktzahl. Die Geschwindigkeit wird auf einer Strecke von 150 Metern gemessen, die vier Mal zu durchfliegen ist. Um die längste zurückgelegte Distanz in einer festgelegten Zeit dreht sich alles beim Streckenflug. Immer wieder ertönten akustische Signale auf dem Flugplatz in Salmdorf. Sie gaben dem Piloten an, dass die Strecke von 150 Metern durchflogen war, denn mit dem bloßen Auge ist das nicht wahrzunehmen. In vier Minuten mussten sie das so oft wie möglich absolvieren.

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Die Blicke der Piloten richteten sich in den Himmel, nachdem ein Segelflugmodell der Klasse F3B sich mithilfe einer Seilwinde in die Luft erhob; Sonnenbrillen waren bei diesem strahlenden Sonnenschein während des gesamten 41. Internationalen Oktoberfestpokals in Salmdorf nötig.

Dem Wetter war es zu verdanken, dass auf dem Flugplatz des MCM in Salmdorf dieses Jahr im Rahmen des Weltcups ganze fünf Runde geflogen werden konnten. Durchschnittlich sind pro Wettkampf drei Runden in drei Disziplinen durchführbar.

Das Wetter spielte sicher auch für die gestiegene Zuschaueranzahl eine Rolle, aber auch die Gemeinde Haar hatte sich mit 15 Plakataufstellern engagiert. Der MCM erhielt diese von der Gemeinde kostenlos. So konnten sie an Straßen und Plätzen verstärkt auf den Oktoberfestpokal hinweisen, um den internationalen Wettkampf unter der allgemeinen Bevölkerung bekannter zu machen.

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Die Sieger des 41. Internationalen Oktoberfestpokals in Salmdorf vom 23. bis 25. September 2016: Weltcup-Sieger Martin Herrig (Mitte), gefolgt von Jens Buchert aus München (MCM, links) und Andreas Herrig (MCM), der Bruder von Martin Herrig, auf Platz drei (rechts); Foto: Wolfgang Berner.

Und das Rennen war spannend, denn bis zum Schluss dauerte es, den Sieger des 41. Internationalen Oktoberfestpokals wie den Gesamt-Weltcup-Sieger auszumachen. Über das Jahr verteilt finden mehrere Wettkämpfe weltweit statt und der Sieger des diesjährigen Weltcups stand nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen erst nach der letzten Auswertung fest: Martin Herrig gewann den Oktoberfestpokal sowie den Gesamt-Weltcup.

Für Sie berichtete Reinhild Karasek.