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Die Theatergruppe der Oberstufe am Ernst-Mach-Gymnasium spielte den „Revisor"

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 04. April 2014

Die Theatergruppe der Oberstufe am Ernst-Mach-Gymnasium spielte den „Revisor"

Beeindruckend und spannend war die Aufführung der Gymnasiasten

(Text/Fotos: ps) Es war ein Theaterbesuch, der allen Zuschauern in Erinnerung bleiben wird. Besonders aber den Eltern der Oberstufenschüler, die bei der Komödie von Nikolej Gogol mitgewirkt haben.

Der Oberstufentheatergruppe des Gymnasiums in Haar gelang mit der Inszenierung vom „Revisor" Beeindruckendes. Ein Stück über Verwechslungen und Liebesintrigen. Seit der Uraufführung im Jahr 1836 in St. Petersburg ist „Der Revisor" eines der meistgespielten Stücke. Regie führte Thomas Ritter, Leiter der Theatergruppe am EMG, der auch für die Musikauswahl zuständig war.

Die Aufführungen am 1. und 2. April waren sehr gut besucht. Thomas Ritter war überwältigt von dem enormen Andrang und dankte in seinem Schlusswort besonders denjenigen aus der Oberstufe, die den großartigen Kasten für das Bühnenbild gebaut haben, aber auch allen anderen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Ein weiterer Dank von Ritter ging an Hans Klaffl, der vor Jahrzehnten die Bühne in der Aula des Ernst-Mach-Gymnasiums gebaut hat und dazu beigetragen hat, dass es zu solchen Aufführungen kommen kann.

Die Komödie, die in fünf Akten gespielt wurde, dauerte etwa 90 Minuten. In der Pause sorgten Schüler aus dem P-Seminar fürs leibliche Wohl der Gäste. Der Erlös aus dem Verkauf der Snacks und Getränke geht zu 100% nach Illembula.

Den Eltern, Geschwistern, Lehrern und der Schulleitung Gabriele Langner wurde ein unvergessliches Theatererlebnis präsentiert. Die Nachwuchsschauspieler wurden von tosendem Applaus überrollt.

Die in St. Petersburg uraufgeführte Verwechslungskomödie „Der Revisor" von Nikolaj Gogol ist die erste russische Gesellschaftskomödie.

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„Ein Revisor ist inkognito auf dem Weg in die Stadt", so lautete die Nachricht, die in einem kleinen russischen Städtchen schnell verbreitet wurde. Vor dem Besuch fürchten sich nicht nur der Stadthauptmann, sondern auch der Schulinspektor, der Kreisrichter, der Hospitalverwalter und der Postmeister, denn schließlich haben sie alle Dreck am Stecken, alle lassen sich schmieren, bestechen oder erfüllen die ihnen zugetragenen Aufgaben nicht.

Etwa zur selben Zeit ist in einem Gasthaus ein junger Mann aus St. Petersburg abgestiegen. Mittlerweile wohnt er seit zwei Wochen dort, hat noch keine Rechnung bezahlt. Dafür hat er immer alles anschreiben lassen. Kein Wunder, dass da schnell das Gerücht aufkommt, er sei der Revisor. So kommt es schon bald zum Zusammentreffen beider Parteien. Chlestakow denkt doch allen Ernstes, dass er wegen der unbezahlten Rechnungen gleich abgeführt wird und rastet aus. Der Stadthauptmann lässt sich von diesem Ausbruch einschüchtern. Jetzt denkt er erst recht, dass es sich bei dem unbekannten Fremden um einen richtigen Staatsbeamten handelt, mit dem sie es zu tun haben. Zuerst beruhigt er Chlestakow, dann denkt er sich, dass er dieses Inkognito-Spielchen mitspielen sollte.

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Die wahre Geschichte von Chlestakow ist aber diese: Er wurde von seinem Vater aus St. Petersburg zurückbeordert, weil er es in dessen Kanzlei noch zu nichts gebracht hätte. Weil er aber überhaupt keine Lust hat, nach Hause zu gehen, lässt er sich mit der Heimreise noch ein wenig Zeit und weil er kein Geld mehr hat, steckt ihm der Stadthauptmann 400 Rubel als Schmiergeld zu. Zusätzlich bietet er ihm an, bei sich im Gästezimmer zu wohnen. Auch bei den verschiedenen Besichtigungstouren durch die Stadt wird ihm immer wieder Geld zugesteckt. Anfangs hat er die Vermutung, die Leute seien wohl sehr gutmütig und großzügig, bis er irgendwann begreift, dass sie ihn wohl mit jemand anderem verwechseln. Dennoch spielt er aber das Spiel fröhlich weiter. Bevor er sich aber aus dem Staub macht, verlobt er sich noch mit der Tochter des Stadthauptmanns. Noch während der Verlobungsfeier tritt der Postmeister auf, der einen Brief von Chlestakow geöffnet hat. Darin macht er sich über die Leute in der Stadt lustig und der Schwindel fliegt auf. Chlestakow dagegen ist schon längst über alle Berge. Es kommt aber noch viel schlimmer, der echte Revisor wartet schon...

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